Es begann alles schon 1987, nach Mölln und Solingen musste etwas geschehen!

Dem Fremdenhass musste etwas entgegengesetzt werden. Damals wurde ‚Mach meinen Kumpel nicht an!‘ wie in Frankreich die Aktion: ‚Ne touche pas mon pot‘! mit dem Symbol der gelben Hand bei Hoesch ins Leben gerufen! gelbe hand

Unser erster Vorsitzender damals war Ismet Kosan, er war bei Hoesch und aktiv in dieser Aktion. Der Verein gründete sich  in dieser politischen Atmosphäre und war schon bald – als Kohle- und Stahlkrise vor allem die ausländischen Arbeitskräfte  in die Arbeitslosigkeit schickte – ein Ort wo Ausländerpolitik und Dortmunder Alltagsprobleme besprochen werden konnte. ViF gründete sich bewusst in der Nordstadt, weil dort die Menschen plötzlich neue Orte brauchten, wo sie sich treffen konnten, Zeitung lesen möglich war und man gemeinsam Probleme besprach, eine Adresse hatte, an die man sich wenden konnte und andere gleichermaßen Betroffene kennenlernen konnte.

Für einen kurzen Rückblick über den ViF e.V. Klicken Sie auf den folgenden Link vifrückblick25Jahre122012

Heute ist  ViF in der Flurstraße 70 immer noch ein Ort gemeinsamer Aktivitäten und Beratungen, nah dran an den aktuellen Problemen und versucht noch immer sich in Politik und Migrationsfragen in dieser Stadt einzumischen.

Unsere Themen sind auch weiterhin: Gesundheit im Alter, Versorgungs- und Gesundheitssystem für ältere Migranten, Aufbessern  der deutschen Sprache, Beratung zu Alltagsproblemen und das große neue Projekt: integriertes und gleichberechtigtes Wohnen von älteren Migranten mit verschiedenen Nationalitäten und mehreren Generationen, für das wir die Hilfe der Stadt Dortmund und die Wohnungsbaugesellschaften gewinnen möchten.

Neu ist unsere Beteiligung am Thema: Vielfalt in der Pflege – oder  auch „Kultursensible Pflege“ genannt.  Vor allem die erste Generation „Gastarbeiter“, als unsere ersten Mitglieder,  sind im Renten-Alter und auch teilweise bereits auf Hilfe angewiesen. Wenn es aber hart auf hart kommt, ein Familienmitglied gar pflegebedürftig wird – WAS TUN? Nach wie vor gilt unser Motto: so selbstbestimmt wie möglich, so viel Hilfe wie nötig und mit einem Höchtsmaß an Kultursensibilität!!! Da reicht es nicht, ein paar ‚ausländische‘ Pflegekräfte einzustellen! Mit dem VMDO und anderen Vereinen und den Senioren-Institutionen geht es um die Entwicklung eines „kultursensiblen Seniorenkonzepts “ der Stadt. Wir sind dabei!

Beraten Sie mit, kommen Sie in die Flurstraße 70 und tauschen Sie sich mit anderen zu diesem höchst aktuellen Thema aus!

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