Archiv der Kategorie: verein

Zwischen Gestern und Heute“ Elternverband Ruhr, Zonguldak Verein Gelsenkirchen und ViF bei „LiteraTürk“

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„Zwischen gestern und Heute“

Die Ankündigung

war das Motto der letzten Veranstaltung der LiteraTürk in Essen am 30.11.18 in Kooperation mit dem Lehrerverband Ruhr, dem Partnerschaftsverein Zonguldak aus Gelsenkirchen und dem Verein für Internationale Freundschaften im Zusammenhang mit der Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ statt.

Ein volles Haus, ein besonderes Lied für die Bergleute, gespielt und am Abend vorher für diese Veranstaltung von dem bekannten Saz- Spieler und Sänger Kazim Birlik und Musik mit dem Chor „Birlik“, gaben dieser Veranstaltung einen besonderen festlichen Rahmen.

Im Zentrum stand ein Gespräch der Generationen, moderiert von Artur Nickel von der Essener Anthologie und Tuba Tunca von WDR, über das Leben als Zuwanderer im Ruhrgebiet, über Erfolge, Probleme, Zukünfte. Es waren im Gespräch vier Familien aus der Ausstellung „Glückauf in Deutschland“, ein Vertreter der „zweiten Generation“ und eine Vertreterin der heutigen Generation. Viele Einblicke in das Alltagsleben, Ängste und Glücksmomente hielten die Zuhörer in ihren Bann. Es gab Grund zum Lachen und zum Nachdenken.

Insgesamt eine gelungene und interessante Abschlussveranstaltung bei der LiteraTürk! Wir danken allen Veranstaltern für diese Chance, unser Projekt „Spurensuche“ in die Öffentlichkeit zu tragen.

Eine kleine Bildübersicht

 

 

 

 

 

 

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„Wir hier oben !“ Die Frauen der Bergleute aus der Türkei im Gespräch in der RWAG

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In der Dortmunder Auslandsgesellschaft, in der unsere erste Begegnung mit den türkischen Lehrlingen von 1964 stattfand und wo alles begann, waren am 30. Oktober die Frauen aus dem Projekt „Glückauf in Deutschland“ zu Gast. Sie stellten Ihr Buch „Wir hier oben – Ihr da unten“ vor. Die RWAG, ViF, die Alevitische Gemeinde und die Deutsch-Türkische Gesellschaft hatten eingeladen. Leider waren nur wenig Besucher gekommen, nicht einmal die türkische Gemeinde in Dortmund hatte sich groß interessiert. Das Wetter war allerdings auch ziemlich unfreundlich an diesem Abend.

Münevver Karaoğlu und Gabi Kanag berichteten von den Anfängen ihres Lebens mit einem türkischen Bergmann und den Erfahrungen mit den neuen Lebensbedingungen und kulturellen Besonderheiten  in Deutschland (Frau Karaoğlu) und der Türkei (Frau Kanag). Tochter Sevgi SarIkaya hatte als Kind eine schwere Erfahrung machen müssen. Als sie mit ihrer Mutter – vielleicht ein Jahr alt – das erste Mal in die Türkei zu den Großeltern fuhr und sie beide eine längere Zeit in ihrem Dorf blieben, während Vater Bekir seinen Militärdienst antrat, musste die Mutter sie zurücklassen, weil sie nicht in ihrem Pass, sondern im Pass des Vaters eingetragen war. Welch ein Drama! Sergi blieb dann bei den Großeltern bis sie zur Schule in Deutschland ging.

Sevgi wies darauf hin, dass die Geschichten der damals jungen Männer in der Pestalozzifamilie oft am Abend im Familienkreis erzählt wurden und sie immer fand, dass das in die Öffentlichkeit gehöre. Sie hatte deshalb vor einigen Jahren das ganze Projekt angestoßen. Das war vor jetzt vier Jahren. Seither ist die Geschichte durch das ganze Ruhrgebiet gewandert und die Geschichte der Frauen ist hinzugekommen.

Das Buch ist beim Verein für 10€ zu bestellen – vifdo@web.de

Tag des Offenen Denkmals – eine schöne Gelegenheit die Geschichte der türkischen Lehrlinge von 1964 zu verbreiten

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Heute, am 9. September, am bundesweiten Tag des Offenen Denkmals wurde unsere Ausstellung in der ehemaligen Zeche Dorstfeld Schacht 2/3 gezeigt.

Mehrere Dorstfelder Vereine hatten draußen für Musik und Festatmosphäre gesorgt, die Räume, die schon seit den 70er Jahren nicht mehr benutzt waren, aufgeräumt, dekoriert und die Zukunft dieses Industriedenkmals sichtbar gemacht: ein Jugendzentrum und Gemeindekulturhaus soll daraus werden, mit Versammlungs-, Workshop- und Veranstaltungsräumen.  Passend zur Geschichte war die Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ der ehemaligen jungen Berglehrlinge aus der Türkei in der Kaue untergebracht. Sie soll mit ihren Fliesen – verbraucht und benutzt, in ihrem Zustand belassen werden.

Zünftig unter Bergmannskleidung an der (Wäsche-) Leine vertraten Halit Güner,  Bekir Sarikaya mit Frau Hatice und Tochter Sevgi,  sowie Hasan Demirci mit Frau Anne als die Zeugen jener Zeit die Geschichte. Es kamen viele Besucher und Interessierte, mit denen sie ins Gespräch kamen. Auch die Bücher waren begehrt.

Ein paar Eindrücke vom Tag:

Bei den wiederholten Führungen kamen viele Interessierte vorbeiHalit und Bekir am Stand „günden die Lampe an“  mit Hasan Demirci geneinsam auf die Gäste wartend Ein ehemaliger Kollege ist begeistert! Ein Kollege erlärt den Enkeln, wie die Kaue funktionierte, in der er selbst nach der Arbeit einst seine Kleidung hochzog

Große Unterstützung von der ganzen Familie Sarikaya : Bekirs Frau Hatice und Tochter Sevgi

9. September Glückauf beim Tag des Offenen Denkmals

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Am 9. September ist es wieder soweit: Bundesweit öffnen kleine und große Denkmäler ihr Tore und zeigen sich der Öffentlichkeit!

In diesem Jahr ist ViF mit der Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ in Dortmund dabei!

Die Waschkaue der ehemaligen Zeche Dorstfeld von Schacht 2/3, seit 1960 außer Betrieb, lange vernachlässigt, inzwischen unter Denkmalschutz stehend, wird in ein Bürgerhaus mit Jugendzentrum umgewandelt und dafür von den Dorstfelder Vereinen und Institutionen hergerichtet. Die Ausstellung „Glückauf“ schmückt die Kaue für diesen einen Tag, an dem es außerdem Informationen zur Geschichte der Waschkaue und der Zechen-Siedlung Oberdorstfeld, Führungen und eine FotoRalley geben wird.

WIR WÜNSCHEN GLÜCKAUF!!!

 

HOESCH PARK FEST 2018: die Gymnastikgruppe von ViF begeistert das Publikum

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Unter dem Motto „Farben der Welt“ fand in diesem Jahr am 1.Juli das Hoesch Park Fest bei strahlendem Sonnenschein statt. Endlich konnte auch ViF mit seiner Gymnastikgruppe wieder dabei sein! In den letzten Jahren zerstörte der Dauerregen die Planung immer wieder.

Schon seit einigen Wochen bereitete Sofie Olshevska  ihre Senioren Gymnastikgruppe auf den Auftritt beim Hoesch Park Fest in der Dortmunder Nordstadt in der Nähe des Borsig Platzes vor. Es war herrliches Wetter und endlich einmal eine Gelegenheit, den Nachbarn des Borsig Platzes zu zeigen, was alles im ViF steckt!!!

Heute war es soweit: die Gruppe mit ihren ViF T-Shirts, mit großen Reifen, präsentierte nach einer wunderschönen ruhigen klassischen Musik Übungen, die nicht nur harmonisch aufeinander abgestimmt waren, sondern auch zeigen, was das Alter fit hält: Bewegen, in ruhiger Atmosphäre, aber gezielt auf den ganzen Körper bezogen. Es sah schön aus, die Damen  bewegten sich im Gleichklang – ein gelungener Auftritt, der auch vom Publikum mit großem Beifall gewürdigt wurde.

Und es war ein lustiger Kontrast zum Programm der Kinder und Jugendlichen aus einem Takewando  Kurs davor, die in schnellem Tempo und mit viel Kraft  ihre Übungen zeigten.

Hier der Link zu einem Bericht der Nordstadtblogger

https://www.nordstadtblogger.de/sport-und-musik-lukullisches-und-wissenswertes-beim-hoeschpark-fest-waren-alle-und-alles-in-bewegung/

Ein paar Eindrücke:

Die Gymnastikgruppe ist offen – sie übt jeden Montag und Donnerstag ab 11.00 in den Räumen des ViF, Flurstraße 70. Ein paar wenige Damen könnten noch mitmachen!

 

 

 

 

 

 

 

Glückauf in Deutschland in der EXTRASchicht auf Zeche Zollverein, Halle II am 30.Juni2018

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Alljährlich wieder: die EXTRASchicht der Industriedenkmäler im Ruhrgebiet. Natürlich auch auf Zeche Zollverein, dem UNESCO-Weltkulturerbe!

ViF sollte dabei sein und von 18 bis 2 Uhr ging wirklich die „Post ab“. Gut gelegen im Maschinenraum der Halle II fanden viele Besucher des Festivals den Weg zur Ausstellung. Angekündigt als  Beitrag zur Migrationsgeschichte lasen viele Menschen, Familien, Kinder, Jugendliche oder Knappen sorgfältig die Texte, fanden Interessantes in den Fotografien und tauschten sich gern mit Halit Günter über seine Lebenserfahrungen und seine Migrationsgeschichte aus.

So wie wir inzwischen den Sinn dieser Ausstellung sehen, verstanden auch viele den Beitrag als ein interessantes Stück Geschichte aus der zu lernen wäre: „Wir brauchen solche Modelle für die Integration der jungen unbegleiteten Flüchtlinge ganz aktuell“, sagte ein Besucher zum Beispiel und schrieb dies in unser Gästebuch.

Obwohl es nur ein einziger langer Abend war, hat es sich sichtlich gelohnt, die Ausstellung gerade dort auf diesem großen Kulturfestival zu zeigen; nicht nur Show wie so vieles auf dem großen Interessanten Gelände, sondern auch lebendige Geschichte!

Einige Eindrücke  (es wurde mündlich Einverständnis eingeholt)

 

Und dann kam noch eine Überraschung, nämlich Natascha Bethke, die die Ausstellung in Dinslaken so wundervoll organisiert und präsentiert hatte, kam vorbei: „Ich dachte, das kann doch nicht wahr sein „Glückauf in Deutschland“ hier?  Das muss doch unsere Ausstellung sein!!!“ und wir freuten uns alle über dieses zufällige Wiedersehen! „Glück auf in Deutschland!!!!“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuch in Bönen: Halit Güner im Gespräch mit Teilnehmern des Integrationskurses aus Essen

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Am 26. Juni erhielt die Ausstellung „Glück auf in Deutschland“, die noch ein paar Tage in Bönen gezeigt wurde, Besuch aus Essen.  Halit Günter war gern bereit als Zeitzeuge und als einer der Protagonisten der ehemaligen  Lehrlingsgruppe  aus der Türkei dabei zu sein und seine Lebenserfahrungen mit den jungen Migranten und Migrantinnen zu teilen.  Die Kursleiterin Frau Juliane Alberts, resümiert:
„Meine Kursteilnehmer (Integrationskurs/Orientierungskurs) waren sehr angetan und morgen werde ich mit ihnen nochmal ausführlich über ihre Eindrücke sprechen. Soviel kann ich schon sagen: Es ist eine wundervolle, sehr gelungene Ausstellung! Das ganze Konzept und die Umsetzung sind super!
Das Thema „Migrationsgeschichte“ ist Teil des Orientierungskurses, im Test „Leben in Deutschland“ müssen die Teilnehmer Fragen zu den Anwerbeabkommen beantworten. Der Aspekt, dass auch minderjährige Türken alleine nach Deutschland gekommen sind, war mir persönlich neu und ich bin froh, dass ich nun die Geschichte von einigen Zeitzeugen erfahren durfte.
In diesem Kurs sind Leute aus der Türkei, Syrien, der Ukraine, Ghana und Sri Lanka. Alle verstehen sich gut und erarbeiten sich die komplexen Themen gemeinsam, teilen Erfahrungen und stellen wichtige Fragen. Sie sind im Schnitt 1-2 Jahre in Deutschland – und das positive Beispiel von Halit Güner ist ein wahrer Motivationsschub für alle!
Danke Herr Güner,
beste Grüße aus Essen und viel Erfolg auf Zeche Zollverein bei der EXTRA SCHICHT!
Juliane Alberts „
Dazu wurden ein paar Fotos geschickt: die Gruppe aus Essen und Halit Günter mit den Begleitern, im Gespräch…

Aktuell: „Glückauf“ in Bönen

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Die Ausstellung „Glückauf in Deutschland“, die seit Ende 2015 an über 25 Orten zu sehen war, ist aktuell nach Bönen im Westlichen Westfalen gegangen. Bönen hat ein neues Rathaus erhalten und zur Eröffnung am 8.Juni ist nun die Geschichte der neun Bergleute bis zum Ende Juni zu sehen, die 1964 aus der Türkei als Jugendliche zur Ausbildung zum Bergmann und später Bergingenieur bzw. Steiger gekommen sind. Einer von ihnen ist Halit Günter, der in Bönen auf der Zeche Königsborn der jüngste Wettersteiger wurde und dort bis zu seiner Verrentung gearbeitet hat. Als Bönener Bürger hat er jetzt „seine Ausstellung“ in das neue Rathaus gebracht!!!

Aus dem Westfälischen Anzeiger vom 6.6.2018: Murtaza Karaoğlu und Halit Günter beim Aufbau der Ausstellung.

Am Tag der Offenen Tür in Bönen ist die Ausstellung dabei: Halit Günter im Gespräch mit einer Besucherin (Foto Kira Pesch, WA 9.6.18)

„Brücken Bauen“ der 12. Deutsche Seniorentag in Dortmund BAGSO – ViF war Brückenbauer mit der Ausstellung „Glück auf in Deutschland“!

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An drei Tagen ging es mit vielen Veranstaltungen um die Situation und die Förderung der Senioren und Seniorinnen in Deutschland. Die Situation der Migranten und Migrantinnen unter den Senioren und Seniorinnen waren nicht gerade im Fokus. Aber auch sie waren Thema. Wer in den Seminarräumen 1 – 8 zuhörte hatte die Chance unsere Ausstellung „Glückauf in Deutschland!“ anzuschauen und mit den Protagonisten dieser Biografiegeschichten von Einwanderern der sogenannten ersten Generation ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung und ihre Mission stieß auf großes Interesse. Die Gesprächspartnerin zum Thema Migration und Integration, Prof. Dr. Naika Feroutan, stellvertretende Institutsdirektorin des Berliner Institut für empirische Integrations-und Migrationsforschung (BIM), sowie Leiterin des BIM-Arbeitsbereichs „Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik“ und  Projektleiterin von JUNITED an der Humboldt Universität Berlin, möchte die Ausstellung gerne an ihre Universität holen und der ehemalige Vizekanzler, ehemalige Minister und heute Vorsitzender der BAGSO, Franz Müntefering, versprach, den Ausflug nach Berlin zu unterstützen. Vif hatte Freikarten und einige unserer Mitglieder waren vor allem gespannt auf die Eröffnung mit  dem Bundespräsidenten Franz Walter Steinmeier und auf die vielen (auch Singe-) Veranstaltungen. Allerdings war das Angebot an Information und Werbung viel zu groß um den Überblick zu behalten. Das Publikum bestand vor allem aus Experten und Expertinnen, Fachkräften und Ehrenamtlichen – Betroffene? Hoffentlich waren auch sie nicht nur Gegenstand der Diskussion und sind hier und da mal zu Wort gekommen!

Dr. Viktoria Waltz, Murtaza Karaoglu, Franz Müntefering, Halit Güner, Dr. Klumpp (Bagso) in der  Westfalenhalle


Aus unseren Schriften empfehlenswert:

 

 

 

BortBunt – ViF war dabei!

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DortBunt: Jedes Jahr ein buntes Fest mit vielen Ständen und Informationen, dazu Musikgruppen und Chöre. Wenn es bunt sein soll, dann gehören die Migranten und Migrantinnen unbedingt dazu. Deshalb haben wir auch in diesem Jahr am 13. Mai 2018 mitgemacht und unsere letzten Veröffentlichungen mitgebracht: „Glückauf in Deutschland“  und „Wir hier oben   Ihr da unten“. Beides traf auf großes Interesse.!!!