Archiv der Kategorie: Spurensuche

DortBunt: ein schöner Auftritt von ViF mit der Szenariobroschüre „Kultursensible Pflege“

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Am Sonntag,  7. Mai,  bei schönstem Wetter, war ViF mit einem Informationsstand und den neuen „Rollups“ dabei: der Vorstand und viele Mitglieder wollten die bunte Atmosphäre genießen. Der Chor Heimatmelodie war auf der Bühne und ViF neben dem Integrationsrat präsent mit seinen Broschüren und Informationen zum ViF Programm in der Internationalen  Begegnungsstätte, zur Wander-Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ und zu dem immer wieder aktuellem Thema: „Kultursensible Altenpflege“. ViF war neben den vielen Institutionen, Büros, Vereinen wohl der einzige Seniorenverein, und zwar international aufgestellt! Die Broschüre ist (nebenbei gesagt) auch im ViF zu erhalten. Darin wird mit dem Mittel des Szenarios, hart an der Realität und mit einer hoffnungsvollen Vision über die heutige Situation unserer Alten Migranten und eine denkbare Zukunft deutlich gemacht.

 

ViF auf dem Hansaplatz

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Ismet Koşan – Artbeiterdichter 80 Jahre! Vor 30 Jahren erster Vorsitzender des Vereins

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Ismet und der Verein für Internationale Freundschaften, das ist nicht zu trennen. Zu seinem Jubiläum haben wir ein kleines Büchlein mit seinen Gedichten erstellt. Es wird in das Archiv des Fritz-Hüser-Instituts für Arbeiterkultur aufgenommen werden.

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Eine ViF-Broschüre 2016/17, gefördert durch den VMDO

ISMET KOşAN  –   EIN LEBEN „ZWISCHEN LYRIK UND PROSA“

Ismet Koşan hat keine Hochschule besucht, nur wenig Jahre in der Grundschule in der Türkei. Er wuchs in dem kurdischen Dorf Şampaşa, Region Erzincan auf, das durch das Militär zerstört wurde. Den Kindern ermöglichten er und seine Frau das Studium.

Die Landwirtschaft seines Vaters reichte nicht, er folgte 1963 seinem Bruder nach Europa, zunächst nach Belgien. Ihm war damals nicht klar, was ihn erwarten würde: schwerste Arbeit unter Tage im Kohlenstaub. Schließlich brachte er seine Familie nach Dortmund und fand eine Stelle bei Hoesch in Dortmund an der Dünnblechwalze. 23 Jahre arbeitete Ismet auf der Westfalenhütte, war Vertrauensmann. Er war Aktivist und Gewerkschaftler, gründete die Gruppe „Gelbe Hand“ und ging mit 58 Jahren in die Frühverrentung.

Auch danach, um „Nachhaltigkeit“ bemüht, fand er andere Aktivisten aus der Hochschule, den Kreisen der Gewerkschaft und der Antirassismusbewegung für Zukunftsaufgaben. Gemeinsam gründeten sie 1987 den ViF um kulturelle und politische Beständigkeit und einen Treff punkt zur Beratung und zur politischen und sozialen Unterstützung der jetzt „Rentner“ gewordenen Migranten der ersten Stunde, den „Gastarbeitern“, zu schaffen.

Er fand in Sandra Alberti die richtige Partnerin und mit vielen anderen begannen sie mit einem Versammlungsraum in der Westhoffstraße beim damaligen DPWV Geschäftsführer Herrn Kroner, der die Idee sympathisch fand, dass sich die Migranten nun selbst organisierten, sich in der Stadt zeigen, einmischten und ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu formulieren und zu gestalten begannen.

Die Altenbegnungsstätte in der Flurstraße nahe Borsigplatz wurde schließlich Heimat des Vereins mit seinen vielfältigen Aktivtäten, alles selbst organisiert. Ismet blieb lange Zeit Vorsitzender, fand weitere Partner wie Sofie Olshevska, Hadi Kamişli und immer wieder Sandra Alberti für die Leitung und Weiterentwicklung des Vereins.

Ismet Koşan ist lebendige Migrationsgeschichte, lebende Biografie, ein aktiver Teil der Dortmunder Nachkriegsgeschichte. Er war selbst ein interessierter Beobachter seiner neuen Welt, beschrieb sie, teilte seine Gefühle mit anderen, schrieb sie nieder. Seine Gedichte und Prosatexte sind ein Zeugnis Dortmunder Arbeiterliteratur – Ismet Koşan, Arbeiterdichter

Sein Verein für Internationale Freundschaften möchte seine Texte im Rahmen des Projektes „Spurensuche“ für die Stadt und die Gesellschaft öffentlich machen. Wir möchten ihm mit diesem kleinen Druck für die vielen gemeinsamen Jahre danken.

Und so wurde gefeiert (Fotos Arena Sinek-Sviko, Echo Vielfalt)

Erlebnisreicher Tag, der 13.12.2016: Lünen Eröffnung und Premiere „Schicht im Schacht!“

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Einfach  großartig dieser Tag:

Ausstellungseröffnung in Lünen im Rathaus mit vielen Besuchern  und hochkarätigen Gästen

Filmpremiere in Essen

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Vorbereitungen, Büffet, Bücher, Plakate, Kataloge

Um 15 Uhr begann die Eröffnung der Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ im Rathaus Lünen. Acht der neun „Jungen“ saßen auf der OB-Bank, nur Arif Sarıkaya fehlte, dessen Tochter ihn vertrat. Es sprachen Grußworte der Kulturdezernent Horst Müller-Baß, der Vorsitzende des Integrationsrates Gürbüz Demirhan, der Generalkonsul der Türkischen Republik aus Essen, Mustafa Kemal Base, Guntram Schneider, Minister a.D. und Schirmherr der Ausstellung, und Dr. Viktoria Waltz vom ViF führte in Aspekte der Ausstellung ein. Dr. Aysun Aydemir, Integrationsbeauftragte der Stadt Lünen, moderierte die Veranstaltung mit ihrem herzlichen Lachen und viel Herzenswärme.

TUNAHAN ÜNGÖREN, Schüler der Overbergschule, 4. Klasse, trug das Gedicht vor „Ich bin ein Baum“.

 

Und wieder lag die Musikalische Begleitung mit großem Schwung beim Werksorchester Bergwerk Ost. Am Ende der Grußworte und Redebeiträge gab es Geschenke für die „Jungs“ und Ehrengäste: Trophäen von Lünen, Bergbaugegenstände, Fotos und einen Kunstkalender mit Szenen aus dem Bergbau des Künstlers und ehemaligen Steiger Wolfgang Base, der sogar anwesend war.

„Dies war die schönste Eröffnung, die wir je erlebt haben“ – das war die einhellige Meinung der Teilnehmer. Jeder der „Jungs“ kam zu Wort und trug zu einem Teil ihrer Geschichte Lebendiges bei. „Eine afrikanische Redensart besagt: die Geschichte des Löwen´wird vom Jäger erzählt. Hier haben die Löwen selbst gesprochen!“ bemerkte ein Zuhörer, ein ehemaliger türkischer Kumpel. Und die zweite Besonderheit dieser Ausstellung wurde in den drei Stunden deutlich: das Erzählen des Erlebten regt auch Andere an, man erinnert sich und findet Parallelen.

Bei Büffet und Getränken, gespendet von Ihsan Kavak und seiner Lünener Firma, gingen die Gespräche weiter.

FILMPREMIERE SCHICHT IM SCHACHT

Von Lünen aus ging es weiter in die Lichtburg, dem Premierenkino in Essen zur Vorführung des Films „Schicht im Schacht“ von Gisbert Bartels, einem engagierten Film über den Ruhrbergbau nach 1945 „Eine Hommage an die Bergleute“ – so der Untertitel. Wir waren WDR Ehrengäste und Halit Günter und Zeki Kanag, Porträtierte in diesem Film, standen nach der Vorführung mit vielen anderen auf der Bühne. Gemeinsam mit dem ebenso porträtierten Bergwerkschor in schwarzen Knappenuniformen wurde „Glückauf der Steiger kommt“ gesungen, um anschließend mit Büffet und Getränken die Filmpremiere zu feieren. Bewegende Bilder, bewegende Momente!

Halit Günter und Zeki Kanag in der Mitte auf der Bühne unter den Protagonisten des Films!

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Die Ehrengäste mit dem Regisseur auf der Bühne (heller Anzug links Halit Günter, neben ihm Zeki Kanag

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Aus der Pressekonferenz

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MIGRATION IN DORTMUND – endlich ein Thema der Stadt!

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Am 7. und 8. Oktober 2016 fand im Stadtarchiv der Stadt Dortmund eine Tagung zur archivischen Verortung der Dortmunder Migrationsgeschichte“ statt. Dem liegt ein Beschluss  zugrunde, dass die Dortmunder Migrationsgeschichte nun endlich in die Dokumentation der Stadtgeschichte eingehen soll und  muss. Eine halbe Wissenschaftsstelle ist dafür vorgesehen. Immerhin! Es stellte sich bei den verschiedenen interessanten Vorträgen nämlich heraus, dass die Dortmunder Einwanderungsgeschichte nach dem 2. Weltkrieg nicht oder nicht ausreichend in den Archiven und Museen vorkommt und kaum systematisch dokumentiert ist. Ein paar Fotos des Stadtarchivs konnten dies nicht deutlicher zeigen. Allein das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte MKK Dortmund hat mit  „EVET“ der türkischen Emigrantengemeinde vor einiger Zeit eine Ausstellung zu Brautmoden und Hochzeitsfeiern gewidmet. Städte wie München oder Nürnberg scheinen da schon  weiter zu sein. Nun wird die Dokumentation der Dortmunder Einwanderung nach 1945 auch in Dortmund ein Projekt! Gut so!

tgaung-stadtarchiv-16Es geht ja nicht nur um die Dokumentation für die Stadt. Auch für die Zuwanderer hat die Dokumentation ihres Hierseins, ihrer Wünsche und Träume, ihrer Probleme und Leiden, und vor allem ihr Beitrag zur urbanen Geschichte unserer Region Bedeutung, sozial, kulturell und politisch. „Oral History“, von sich zu erzählen, sich selbst als aktiven Teil der Geschichte zu sehen und zu erkennen, seine Rolle in der Geschichte öffentlich gewürdigt zu sehen, gibt Kraft, Selbstbewusstsein und Selbstvergewisserung. Dieser vielleicht psychologisch wirksame Aspekt ist auch der Wissenschaft inzwischen bekannt und als integraler Teil von Seniorenarbeit, vor allem für des Altwerden in der Fremde anerkannt. Dies machte ein Vortrag von Prof. Uslucan vom Zentrum für Türkeistudien aus Essen deutlich.

Die beiden Ausstellungen des letzten Jahres „Onkel Hasan“ des VMDO und „Glückauf in Deutschland“ des ViF wurden als aktuelle, wichtige Beiträge zur Dortmunder Migratiosgeschichte gewürdigt. Sie belegen, dass auch die Zuwanderer selbst dabei sind, ihr Geschichte zusammenzutragen und öffentlich zu machen. Ohne die aktive Beteiligung der Migranten und Migrantinnen kommt ja auch das Projekt des Staatsarchivs und des Museum für Kunst- und Kulturgeschichte nicht voran. Deshalb wurde  diesem Aspekt in der Diskussion viel Raum gegeben. Es geht dabei um Vertrauen und Wertschätzung – denn wer gibt schon gern seine privaten Dokumente und Fotografien oder gar Objekte wie Brautkleider in eine städtische Einrichtung als Leihgabe zum Beispiel, wenn nicht sicher ist, dass es gut aufbewahrt ist und z.B. auch wieder zurückgenommen werden kann.

Die Tagung diente auch der Vernetzung und dem Knüpfen neuer Kontakte. So wird ViF sich gern auf Initiative von Frau Parussel aus dem MKK an einem Projekt des Kochmuseums beteiligen, sich über Kochen, Gerichte, Feiern und mehr aus den verschiedenen beteiligten Ländern auszutauschen. Es zeigt sich, dass unsere Frauen sehr viel Spass daran hätten.

Glückauf also für das neue Projekt und die Dokumentation der Dortmunder Migrationsgeschichte!

 

Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ erfolgreich ein Jahr „on tour“!

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„GLÜCKAUF in Deutschland“, Einladung zur Wanderausstellung mit szenischen Fotografien von Cornelia Suhan

Einladung für die Eröffnung auf der Zeche Zollern, Dortmund Bövinghausen

Am 28. September 2015 wurde die Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Die Premiere fand in der Berswordthalle des Rathauses Dortmund statt, mit dem Schirmherrn Guntram Schneider, Minister a.D., einem türkischen „Sanat Musik“ Chor und der Bergwerkskapelle Ost der RAG Stiftung und mehr als 150 Gästen und Freunden, Kollegen und Verwandten der Porträtierten.

Seit dem gab es fast keine Pause – die Ausstellung tourte erfolgreich in den östlichen Städten des Ruhrgebietes wie Haltern, Recklinghausen,  Bergkamen, Ahlen und in den nächsten Wochen in Castrop-Rauxel, in Rathäusern, in Bildungszentren und im Recklinghausen Festspielhaus. Sie stand passend  in Industriemuseen- und Denkmalen, dem Dortmunder Hafenamt, der Kokerei Hansa, wo das Erkennungsbild gemacht wurde,  und in der Zeche Zollern. Zwischen je 3 , 4 und 10 Wochen konnten mehr als 10.000 Besucher sich ein Bild von der damaligen Situation im Bergbau, den Leistungen der jungen türkischen Lehrlinge und den guten Rahmenbedingungen für Erfolg und Integration durch Medien, Eltern, Lehrherren und Kollegen jener Zeit machen. Flüchtlingsgruppen kamen zu Gesprächen mit den Zeitzeugen selbst.

Die Ausstellung hat vor allem die Förderer überzeugt und sie und den Verein im Mai als einer von 12 Anwärtern auf den Preis für „Bürgerschaftliches Engagement NRW“ vorgestellt und vorgeschlagen!

Die Ausstellung wird weiter wandern, nach Oberhausen, Münster – wir hoffen auch auf weitere Orte in unseren Nachbarstädten. 2018 wird sie dann im letzten Jahr des Ruhrbergbaus in die Landeshauptstadt und sicher auch in das Bergbaumuseum in Bochum gehen.

 

Glückauf-Ausstellung in der LOHNHALLE Zeche Westfalen, AHLEN

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Am 27. September ging die Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ nach Ahlen in Westfalen. Um 19.00 war die Eröffnung mit dem Bergwerks-orchester Ost der RAG Stiftung. In Anwesenheit vieler Gäste  sprachen der Stellvertretende Bürgermeister Herr Meiwes (SPD), Herr Huerkamp, Leiter des Stadtteilbüros Ost und Viktoria Waltz für den Vif. Es waren anwesend die Zeitzeugen Hasan Demirci, Halit Günter, Murtaza Karaoğlu und Meleke Celikoğlu, die Tochter des Ahlener Bergbauingenieur Recep Celikoğlu, der auf der Zeche Westfalen Steiger war, aber leider nicht dabeisein konnte. Sie standen nach den Eröffnungsbeiträgen dem Publikum zum Gespräch zur Verfügung. Die Lohnhalle ist ein großartiger repräsentativer Raum, gut renoviert,  gut genutzt und ein wunder-schöner Rahmen für die Ausstellung. Der Abend ging mit Schnittchen und Bier fröhlich zu Ende.

(siehe der Bericht im ahlener-tageblatt-291016 )

 

VIF mit „Glückauf in Deutschland“ auf der „Roten Couch“

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Am 22.September war ViF mit dem Projekt „Glückauf in Deutschland“ zu Gast bei der 30-Jahrfeier der NRW-Stiftung, unserer engagierten Förderin. Unter dem Thema „Heimat NRW“ wurde an diesem Abend auch die Ausstellung des bekannten Fotografen Horst Wackerbarth eröffnet, der mit seiner „Roten Couch“ in der ganzen Welt Menschen in allen Lebenslagen und Umständen porträtiert hat. Natürlich waren wir vom ViF ebenfalls eingeladen, auf der Roten Couch Platz zum nehmen – mit unserem Ausstellungsflyer, wie man ganz vorn im Bild sehen kann. Auf die plötzliche Frage, was fällt Euch unter „Heimat“ ein, fanden wir die schnelle Antwort: „Heimat ist dort, wo wir glücklich sind“. Sieht doch fast so aus, oder?

(mehr unter http://www.heimat.nrw, dort auch Hinwiese auf Buch und Kalender)
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Glückauf auf der „Roten Couch“

Heißer Sommer bei VIF – viele Aktivitäten, viele Begegnungen und die Ausstellung „Glückauf“ wandert…

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Netzwerken, „Flagge zeigen“, „Dabei sein ist alles“ und Besuch empfangen – so könnte man die Aktivitäten des Vereins seit Ende April bezeichnen. Die Ausstellung „Glückauf …“ zieht weiter.

Auf der Tagung der Verbünde der Migrantenvereine „NEMO“ in Braunschweig am 22. April trafen wir auf bekannte Gesichter, nämlich viele Teilnehmer/innen der Migrationstagung des DPWV am 8./9. 5. in Berlin. Vernetzen und die Interessen der Migranten bundesweit zu vertreten war das Anliegen dieser Tagung. ViF nahm dabei vor allem zur Frage der Senioren Stellung und beteiligte sich aktiv an der entsprechenden Arbeitsgruppe. Es war jedoch deutlich, dass die älteren Migranten auch bei den Migrantenvereinen nicht weit oben auf der Agenda stehen.

Das sollte sich ändern, denn sowohl die „erste Arbeitsmigrantengeneration“ braucht Wahrnehmung und Unterstützung, auch unter den russisch sprechenden Zuwanderern sind viele ältere Menschen mit den Familien nach Deutschland gekommen und haben entsprechend ähnliche Bedürfnisse, die die Kommunen noch immer zu wenig im Blick haben: altersgerechtes Wohnen, sensible Pflege, Hilfe in schwierigen Lebenslagen, die Kultur und Sprache kennt und berücksichtigt, Treffpunkte und ortsnahe Stützpunkte

Am 1. Mai waren alle Bergleute und der Vif-Vorstand in Recklinghausen zur Eröffnung der Ruhrfestspiele. Die Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ gab dort für zwei Wochen ein erfolgreiches Gastspiel.

Bei „DortBunt“ am 8. Mai waren wir natürlich dabei mit einer „Überraschung“. „Sprechen Sie vielleicht Arabisch?“ fragten wir Besucher und ließen sie eine kleine Karte ansehen, die nur auf den ersten Blick „arabisch“ zu sein schien. Dies war in Anlehnung an eine Aktion aus Wien, die uns mahnt: „auf den ersten Blick scheint manches fremd, also: schau zweimal hin bevor Du etwas (negativ) bewertest.“ Die Verblüffung war groß und das Anliegen fand großen Gefallen. Besucher nahmen sich die „arabische“ Karte gerne mit.

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Hätten Sie es auf den ersten Blick verstanden?

ziemlich heiß und ohne Sonnenschirm: Damen mit Hut

Ziemlich heiß und ohne Sonnenschirm: Damen mit Hut

Vor allem bei Herrn Hoffman, Bundestagsabgeordneter von Dortmund, fand die Aktion Gefallen und er kündigte sich gleich zu einem Besuch an.
Am 20. Mai war er dann im Verein und ließ sich die Geschichte des ViF und seiner Aktivitäten von unserer Gründerin Sandra Alberti erklären. Schließlich sagte er Hilfe zu – wir werden sie brauchen können!

Thorsten Hoffmann im Vif

Herr Hofmann hört gespannt zu

Auf der DortBunt Bühne am Hansaplast beteiligten sich unser deutsch-russischer Chor „Heimatmelodie“ ebenso wie der türkische Chor „Türk-Sanat Müzigi Korosu“. Beide Chöre haben auf verschiedenen Stationen bei Klangvokal – dem Fest der Chöre – mitgemacht und am 4. Juni das Bunte Spektrum erweitert.

„Glückauf in Deutschland“ ab dem 20.6. bis zum 14.8. in Zollern!

„Glückauf in Deutschland“ wanderte von Recklinghausen zur Zeche Zollern, das Dortmunder Industriedenkmal des LWL. Am 20.Mai war Eröffnung mit Minister a.D. Schneider, dem LWL-Direktor Herrn Löb und für den ViF waren Halit Güter und Doris Siegel bei den Rednern. Halit Günter konnte dort seinen ehemaligen Ausbilder begrüßen, inzwischen über 80 Jahre alt! Das war eine ganz besondere Begegnung!

Herr Güner und Frau Siegel

Herr Güner und Frau Siegel

Die Ruhr Nachrichten

Die Ruhr Nachrichten

Am Sonntag darauf, dem 22.Mai, fand auf Zollern der „Internationale Museumstag“ statt. Der „Türk Sanat Müzigi Korosu“ sorgte für Unterhaltung und unsere Bergleute führten die vielen Besucher mit Begeisterung durch unsere Ausstellung.


Ein „Highlight“ des Sommers war unsere Teilnahme an der Jahrestagung der NRW-Stiftung, zusammen mit der LWL-Leitung auf Zollern am 23. Juni. Die NRW-Stiftung war unser kräftigster Förderer und bei den Gesprächen mit Halit Güner und Doris Siegel bei der Führung durch die Ausstellung zeigten die Stiftungsvertreter, Frau Grote und Herr Ast, große Begeisterung. Sie fanden Ausstellung und Buch gelungen und von ausgezeichneter Qualität.
Wie alle Projekte des Jahres 2015 wurde „Glückauf in Deutschland“ vorgestellt. Dieses Projekt wurde 2016 für den Preis „Engagement in NRW“ ausgesucht und wurde auf der Tagung stolz in Szene gesetzt.

Und ebenso stolz sind unsere „Bergmänner“, dass sich Zweischriften und Fernsehen für ihre Geschichte interessieren. Der WDR wird ein Interview von ihnen in eine größere Dokumentation über die Veränderung der Arbeit nach dem Krieg bis heute einstellen. In der Juni-Ausgabe der „Steinkohle“, Mitarbeitermagazin der RAG, S. 8, findet sich ein großes Interview mit ihnen unter dem Titel „Unter Tage gibt es keine Unterschiede“.

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Wir danken noch einmal allen, die dies möglich gemacht haben, besonders Frau Kugler-Mülhofer, die uns auf dieser Tagung besonders unterstützt hat.
Ein weiters Ergebnis ist nämlich auch, dass sich das Dortmunder Stadtarchiv für die Ausstellung interessiert. Das Stadtarchiv war zu Beginn des Projekts eine erste Anlaufstelle für die Suche nach Informationen und Quellen für Lehrlinge im Bergbau und die Pestalozzidörfer. Buch , Plakat und eine Einladung zur ersten Ausstellungseröffnung hatte das Archiv bereits im Oktober 2015 erhalten.

Wir wünschen allen Besuchern dieser Seite und allen Freunden und „Netzern“ wunderbare erholsame Ferien – diese Zeiten erfordern unsere ganze Kraft!

VIF auf dem NRW Portal „Engagement des Monats“

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Ende Dezember 2015 wurde der ViF mit seinem Projekt „Glückauf in Deutschland“ als eine der zwölf Gruppen für vorbildliches bürgerschaftliches Engagement in NRW ausgesucht. Alle Projekte – jedes ein wunderbares Beispiel für bürgerschaftliches Engagement – werden über je einen Monat lang auf der Webseite des NRW-Portals „Engagement des Monats“ ausführlich vorgestellt. Am Ende des Jahres können dann die Besucher der Webseite darüber abstimmen, welches der Gruppen und Projekte ihnen am besten gefallen hat. Es gibt dann Anfang 2017 Preise zu gewinnen und eine gemeinsame Veranstaltung.
Im gesamten Monat Mai ist das ViF-Projekt unter dem Titel „Glückauf – eine freiwillige Spurensuche zu Migration und Integration in Dortmund“ auf der Seite

https://www.engagiert-in-nrw.de/glueckauf-deutschland-eine-freiwillige-spurensuche-zu-migration-und-integration-Dortmund

zu sehen.
Wir freuen uns sehr und wünschen allen Webseitenbesuchern viel Freude beim Anschauen – und vielleicht „voten“ Sie ja am Ende für uns?

Das Glückauf-Team und der Vorstand

Glückauf erhält Besuch einer Flüchtlingsgruppe

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In den letzten Tagen der Ausstellung auf der Kokerei Hansa, am 31. März,  erhielt die Kokerei HANSA  Besuch von einer Flüchtlingsgruppe aus der Unterkunft am Dortmunder Hafen. Wir wurden dazu geholt und unsere Zeitzeugen, Herr Güner, Herr Kanag und Herr Karaoğlu kamen in die Waschkaue, dem authentischen Ort der Ausstellung, erklärten die Bilder und Texte. die Kaue

Die Menschen kamen aus Irak, Syrien und Afghanistan und hörten mit Interesse von den Anfangsschwierigkeiten der drei Herren, als sie 1964 als Jugendliche völlig ahnungslos, was sie erwartete, nach Deutschland kamen und was ihnen beim Start geholfen hatte, vor allem, dass sie  von Anfang an Deutsch lernen durften. Das passte gut, denn die Gruppe war zu Besuch im Rahmen ihres Deutschkurses. Sie erzählten ihrerseits von den Schwierigkeiten des Anfang und auch von den schrecklichen Erfahrungen ihrer Flucht, viele waren in Booten geflüchtet. Teilweise in englisch, in türkisch und mit Hilfe von Übersetzern wurde dieser Besuch so zu einem regen Austausch für beide Seiten.

Die Flüchtlingsgruppe aus dem Hafengegeit bei Hansa und "Glückauf in Deutschland" zu Besuch

Die Flüchtlingsgruppe aus dem Hafengegebiet bei Hansa und „Glückauf in Deutschland“ zu Besuch

Es zeigt, wie sinnvoll die Ausstellung auch in der aktuellen Flüchtlingsarbeit einen Beitrag leisten kann!