Archiv der Kategorie: glückauf

„Brücken Bauen“ der 12. Deutsche Seniorentag in Dortmund BAGSO – ViF war Brückenbauer mit der Ausstellung „Glück auf in Deutschland“!

Standard

An drei Tagen ging es mit vielen Veranstaltungen um die Situation und die Förderung der Senioren und Seniorinnen in Deutschland. Die Situation der Migranten und Migrantinnen unter den Senioren und Seniorinnen waren nicht gerade im Fokus. Aber auch sie waren Thema. Wer in den Seminarräumen 1 – 8 zuhörte hatte die Chance unsere Ausstellung „Glückauf in Deutschland!“ anzuschauen und mit den Protagonisten dieser Biografiegeschichten von Einwanderern der sogenannten ersten Generation ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung und ihre Mission stieß auf großes Interesse. Die Gesprächspartnerin zum Thema Migration und Integration, Prof. Dr. Naika Feroutan, stellvertretende Institutsdirektorin des Berliner Institut für empirische Integrations-und Migrationsforschung (BIM), sowie Leiterin des BIM-Arbeitsbereichs „Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik“ und  Projektleiterin von JUNITED an der Humboldt Universität Berlin, möchte die Ausstellung gerne an ihre Universität holen und der ehemalige Vizekanzler, ehemalige Minister und heute Vorsitzender der BAGSO, Franz Müntefering, versprach, den Ausflug nach Berlin zu unterstützen. Vif hatte Freikarten und einige unserer Mitglieder waren vor allem gespannt auf die Eröffnung mit  dem Bundespräsidenten Franz Walter Steinmeier und auf die vielen (auch Singe-) Veranstaltungen. Allerdings war das Angebot an Information und Werbung viel zu groß um den Überblick zu behalten. Das Publikum bestand vor allem aus Experten und Expertinnen, Fachkräften und Ehrenamtlichen – Betroffene? Hoffentlich waren auch sie nicht nur Gegenstand der Diskussion und sind hier und da mal zu Wort gekommen!

Dr. Viktoria Waltz, Murtaza Karaoglu, Franz Müntefering, Halit Güner, Dr. Klumpp (Bagso) in der  Westfalenhalle


Aus unseren Schriften empfehlenswert:

 

 

 

Advertisements

Westfälischer Anzeiger würdigt Familie Karaoglu mit „Glückauf in Deutschland“ und „Wir hier oben – Ihr da unten“

Standard

Leider zu selten nimmt die Presse wahr, was der Verein für Internationale Freundschaften ViF zur Erinnerungskultur der Einwanderungsgeschichte des Ruhrgebietes und der Region um Dortmund beiträgt. Aber hier ein gutes Beispiel:

Westfälischer Anzeiger, Bergkamen 4. April 2018

„Raus aus dem Spießerglück“ Halit Güner als Zeitzeuge der 60er Jahre im LWL Freilichtmuseum Detmold

Standard

Am 29. März war Eröffnung der Ausstellung, die einen anderen Blick auf die „68er“ richten will, indem sie das Alltagsleben in den 60er Jahren mit verschiedensten Zeitzeugen zu erhellen versucht: eine Zeit zwischen Moderne und Aufbruch auf der einen Seite und Tradition und Verharrung auf der anderen. Natürlich gehört auch Migration in diese Zeit und der ViF wurde gefragt, ob es nicht aus unseren Reihen einen Beitrag geben könnte. Der tragbare Koffer Plattenspieler im Stübchen der Pestalozzifamilie von Halit Güner in Dortmund Marten fand Interesse und anhand dieses typischen Gerätes des „Aufbruchs in die Moderne“, mit dem die Glückauf Jungs damals sowohl den Beatles als auch Zeki Müren lauschten, wurde in die Ausstellung mit Halits Geschichte aufgenommen!!! Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober in Detmold zu sehen. Bei schönem Wetter ein Ort für Familienausflüge!!!

„Wir hier oben Ihr da unten“ Vif Neuerscheinung auf der Leipziger Buchmesse 2018!

Standard

Wir waren dabei!

In Halle 4 am Gemeinschaftsstand der Kleinverlage wurde auch unser Buch „Wir hier oben Ihr da unten“ präsentiert. Welch eine Chance! Das Thema Ruhrgebiet, das letzte Jahr des Ruhrbergbaus und die Rolle der Bergmannsfrauen in dieser Region, derjenigen, die aus der Türkei kamen und derjenigen, die einen türkischen Bergmann heirateten – also auch die Migrationsgeschichte waren präsent.

Eröffnung von „Glückauf in Deutschland“ im Landtag großer Erfolg

Standard

Am 22.Februar startete die Wanderausstellung im Landtag NRW. Sie wird dort bist zum 9. März zu sehen sein. RTL1NRW und SAT1NRW gingen auf Sendung. Auch Kosmo war dabei. (videos unter http://www.rtl-west.de/ und https://www.sat1nrw.de?s=Schicht imSchacht)

Hier der Bericht von der Eröffnungsveranstaltung aus dem Landtag

Aus Landtag NRW

Und ein paar Fotos, Fotografin Cornelia Susan

Biografien der Bergmannsfrauen aus „Glückauf in Deutschland“: mit Voller Kraft laufen die Vorbereitungen. Die NRW Stiftung und die Westfalen Initiative tragen wesentlich zur Förderung bei!!! Danke!

Standard

Die Bergbaugeschichte des Ruhrgebietes geht 2018 zu Ende. Wir mischen  uns ein und bringen die Biografien der Bergmannsfrauen ein, die türkische Bergleute geheiratet haben, deutscher wie türkischer Herkunft. Auch ihre Geschichten sind Geschichte: vom Leben in und mit zwei Kulturen, von Schwierigkeiten, von Traurigkeiten  und Einsamkeit, aber auch von Hoffnungen, „Gewinnen“, Erfolgen und glücklich Sein.

Inzwischen haben sich die Frauen mehrfach getroffen. Es wurden Interviews geführt, Porträt-Fotos und Inszenierungen  begonnen. Die Konzeption steht.

Bis zum Ende des Jahres wollen wir möglichst weit gekommen sein. Unser Ziel ist die Veröffentlichung auf der Ausstellungseröffnung von „Glückauf in Deutschland“ am 20. Februar 2018, um dort das Buch der Frauen präsentieren zu können. Das Projekt ist bei dem Geschichtswettbewerb „Hau Rein“ angemeldet . Die NRW Stiftung Heimat Kultur Natur fördert den gesamten Druck. Die Westfalen Initiative übernimmt auch eine guten Teil. Die Finanzierung ist noch nicht ganz perfekt, auch daran wird noch gearbeitet.

ViF fehlen noch  4.000,oo €  –   Spenden gesucht! Stichwort „Spurensuche – Bergmannsfrauen“ . Bitte teilen Sie uns Ihren Sepndenwunsch mit über:  vifdo@web.de. Wir freuen uns über jeden, auch einen kleinen Betrag!!!

Hier ein Eindruck von unserem letzten Treffen am 14.12.2017

Die Atmosphäre war sehr heiter und solidarisch. Immer wieder kommen Geschichten hoch, wird gelacht oder auch mit Ernst und Melancholie der früheren Zeiten gedacht. Die Planung eines Gruppenfotos ist gar nicht so einfach. Alle sind in den Vorbereitungen zu Weihnachten und Neujahr verstrickt, eine Dame will zurück in die Türkei um dort das Neue Jahr mit ihrem Mann zu feiern. Keine einfache Sache.

Aber wir sind sicher: „Ihr da Unten – Wir da Oben“, das wird ein wichtiger Beitrag zur Spurensuche der Migrationsgeschichte des Ruhrgebietes!

Dinslaken – Erinnerungen und Begeisterung für Glückauf in Deutschland

Standard

Am 17. November ging die Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ in die Neutorgalerie in Dinslaken. Ein interessanter Raum, halbdunkel, Industrieraum, gab den Bildern und Tafeln  der Ausstellung eine besondere, feierliche Atmosphäre. An den Wänden waren Fotografien der Zeche Lohberg und des Pestalozzidorfs Lohberg aus dem Stadtarchiv zu sehen – eine gute Idee!

Dinslaken mit Ankündigung

Bei großem Publikumsandrang und vielen „Ehemaligen“, Kollegen der Porträtierten, die wie sie 1964 ins Ruhrgebiet kamen, aber nach Lohberg geschickt worden waren, die sich zu einem Wiedersehen einfanden, wurde die Ausstellung vom Bürgermeister und dem Integrationsratsvorsitzenden  eröffnet. Eine Gruppe Flüchtlinge aus einem Integrationskurs war anwesend und ließ sich mit den Bergleuten fotografieren und deren Geschichte erzählen. Frauen aus der Flüchtlingsgruppe hatten ein köstliches arabisches Buffet bereit gestellt. Die Reden hoben die Bedeutung des Erinnerns hervor und machten die Geschichte dieser ehemaligen Jugendlichen zu einem Beispiel für heute – ob es um Integration und die Rahmenbedingungen geht, um eine soziale Wohnungspolitik oder generell um den Aufbruch der Bergbaustädte wie Dinslaken in heutiger Zeit. Eine gelungene Eröffnung, dank großer Anstrengungen der Stadt und vor allem der federführenden Koordinatoren der Dinslakener Flüchtlingshilfe, Frau Betke.

Ein paar Schnappschüsse von diesem Abend

Dinslaken Kapelle

Die Bergwerkapelle Niederrhein durfte nicht fehlen

Disnlaken Integratiosnkurs

Die Flüchtlingsgruppe

Dinslaken mit der Integratiosnsekretöroin?

Wiedersehen mit Kollegen

 

 

Einstimmiger Beschluss: „Glückauf“willkommen in Dinslaken:

Standard

Am 1. Februar waren die Projektgruppe „Spurensuche“ im ViF zur Sitzung des Integrationsrates in Dinslaken eingeladen, um das Projekt „Glückauf in Deutschland“ vorzustellen.

Das Bergwerk Lohberg in Dinslaken blickt auf eine hundertjährige Geschichte zurück und war bis zu seiner Stilllegung 2006 eine der größten Anlagen des deutschen Steinkohlebergbaus. In Lohberg entstand 1950 die erste  Pestalozzisiedlung, ein Lebens- und Wohnmodell für Jugendliche Lehrlinge der Nachkriegszeit.

Auch unsere Protagonisten aus der Ausstellung Glückauf , die 1964 als Jugendliche aus der Türkei zur Lehre in den Bergbau kamen, sind in später gebauten Pestalozzidörfern untergebracht und versorgt worden, wo sie – soweit entfernt von zuhause – neue Eltern, eine „Mama“ und einen „Vater“ fanden. Einige der 1964 eingereisten jungen Türken kamen nach Lohberg und Murtaza Karaoğlu z.B. hatte hier viele Freunde und kam oft von Dortmund hierher zu Besuch. Ledigenwohnheim und Pestalozzidorf bestehen noch heute. Es lassen sich sicher noch Zeitzeugen finden, die aus jenen Tagen berichten können. Darüber hinaus können Jugendliche und Schüler in Gesprächen mit den damals in Ausbildung  befindlichen jungen Türken zum Thema Ausbildung, Förder-Bedingungen, Lebens-Ziele und Wünsche, interessante Gespräche führen.

So sahen die Mitglieder des Integrationsrates eine sinnvolle Verbindung zum Thema der Ausstellung und eine Chance, Geschichte und Zukunftsperspektiven auch in Dinslaken an dieser Ausstellung lebendig werden zu lassen. Wir freuen uns über den einstimmigen Beschluss und auf eine schöne Ausstellung in 2017.

 

1964, Ankunft türkischer Jugendlicher in der 1. Pestalozzisiedlung

1964, Ankunft türkischer Jugendlicher in der 1. Pestalozzisiedlung . und im Dachgeschoss die Jungen im „Dreibettstübchen

1964: die ersten türkischen Lehrlinge vor dem Dorfhaus

1964: die ersten türkischen Lehrlinge vor dem Dorfhaus (Fotos aus: Vormbrock, Karl (Hg) 1952: Heimat und Heimstätten, Deutscher Heimatverlag Bielefeld-Bethel)

ViF mit „Glückauf “ beim Jahresempfang der IGBCE in Kamen

Standard

Am 20. Januar war ViF beim Jahresempfang der IGBCE. Tradition und Aufbruch spiegelten sich bei diesem Empfang. Kämpferisch traten die jungen Gewerkschafter auf, sprachen sich aus für mehr soziale Gerechtigkeit und eine aktive Gewerkschaft. Die Knappen-Vereine und viele ältere Bergleute waren Symbol für die Leistungen der älteren Generation, deren Beitrag zur Entwicklung dieses Landes gewürdigt wurde.Tatsächlich ist dieses Ereignis ein willkommene Gelegenheit sich zu treffen, Freunde wiederzusehen und zu feiern.

Vif nahm die Gelegenheit wahr, über die Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ zu informieren und Kontakte zu  knüpfen. Durch Vermittlung der IGBCE Hamm ist das ALLEE-Zenrum in Hamm an der Ausstellung interessiert und wird sie mit Erzähl-Salon und anderen Kultur-Events zu einem würdigen Bergbaugeschichtserlebnis gestalten.

 

 

 

Erlebnisreicher Tag, der 13.12.2016: Lünen Eröffnung und Premiere „Schicht im Schacht!“

Standard

Einfach  großartig dieser Tag:

Ausstellungseröffnung in Lünen im Rathaus mit vielen Besuchern  und hochkarätigen Gästen

Filmpremiere in Essen

dsc03685

Vorbereitungen, Büffet, Bücher, Plakate, Kataloge

Um 15 Uhr begann die Eröffnung der Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ im Rathaus Lünen. Acht der neun „Jungen“ saßen auf der OB-Bank, nur Arif Sarıkaya fehlte, dessen Tochter ihn vertrat. Es sprachen Grußworte der Kulturdezernent Horst Müller-Baß, der Vorsitzende des Integrationsrates Gürbüz Demirhan, der Generalkonsul der Türkischen Republik aus Essen, Mustafa Kemal Base, Guntram Schneider, Minister a.D. und Schirmherr der Ausstellung, und Dr. Viktoria Waltz vom ViF führte in Aspekte der Ausstellung ein. Dr. Aysun Aydemir, Integrationsbeauftragte der Stadt Lünen, moderierte die Veranstaltung mit ihrem herzlichen Lachen und viel Herzenswärme.

TUNAHAN ÜNGÖREN, Schüler der Overbergschule, 4. Klasse, trug das Gedicht vor „Ich bin ein Baum“.

 

Und wieder lag die Musikalische Begleitung mit großem Schwung beim Werksorchester Bergwerk Ost. Am Ende der Grußworte und Redebeiträge gab es Geschenke für die „Jungs“ und Ehrengäste: Trophäen von Lünen, Bergbaugegenstände, Fotos und einen Kunstkalender mit Szenen aus dem Bergbau des Künstlers und ehemaligen Steiger Wolfgang Base, der sogar anwesend war.

„Dies war die schönste Eröffnung, die wir je erlebt haben“ – das war die einhellige Meinung der Teilnehmer. Jeder der „Jungs“ kam zu Wort und trug zu einem Teil ihrer Geschichte Lebendiges bei. „Eine afrikanische Redensart besagt: die Geschichte des Löwen´wird vom Jäger erzählt. Hier haben die Löwen selbst gesprochen!“ bemerkte ein Zuhörer, ein ehemaliger türkischer Kumpel. Und die zweite Besonderheit dieser Ausstellung wurde in den drei Stunden deutlich: das Erzählen des Erlebten regt auch Andere an, man erinnert sich und findet Parallelen.

Bei Büffet und Getränken, gespendet von Ihsan Kavak und seiner Lünener Firma, gingen die Gespräche weiter.

FILMPREMIERE SCHICHT IM SCHACHT

Von Lünen aus ging es weiter in die Lichtburg, dem Premierenkino in Essen zur Vorführung des Films „Schicht im Schacht“ von Gisbert Bartels, einem engagierten Film über den Ruhrbergbau nach 1945 „Eine Hommage an die Bergleute“ – so der Untertitel. Wir waren WDR Ehrengäste und Halit Günter und Zeki Kanag, Porträtierte in diesem Film, standen nach der Vorführung mit vielen anderen auf der Bühne. Gemeinsam mit dem ebenso porträtierten Bergwerkschor in schwarzen Knappenuniformen wurde „Glückauf der Steiger kommt“ gesungen, um anschließend mit Büffet und Getränken die Filmpremiere zu feieren. Bewegende Bilder, bewegende Momente!

Halit Günter und Zeki Kanag in der Mitte auf der Bühne unter den Protagonisten des Films!

img_1702

Die Ehrengäste mit dem Regisseur auf der Bühne (heller Anzug links Halit Günter, neben ihm Zeki Kanag

img_1718

Aus der Pressekonferenz

: