Buch „Glückauf in Deutschland“ – das Buch zum Projekt der lebendigen Erinnerung im ViF e.V.

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„Glückauf in Deutschland“ ist nicht nur eine Ausstellung. Das Projekt umfasst auch ein Buch, in dem die Lebensgeschichten der neun Jugendlichen, die 1964 mit 13, 14, 15 Jahren aus der Türkei zur Bergmannslehre in das Ruhrgebiet kamen und fast alle in deutschen Pestalozzifamilien lebten, noch ausführlicher dargestellt werden. Es sind spannende Geschichten über Fremdheit, Akzeptanz, Toleranz, Heimweh, Herausforderungen und auch über die Erfolge und Lebensleistungen der heute über 60-Jährigen.(156 Seiten)

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Das Bild wurde in der Kaue der Zeche Kokerei Hansa in Dortmund aufgenommen.

Die Ausstellung  und das Buch wurden maßgeblich durch die Förderung der NRW Stiftung ermöglicht.

Wer darüber hinaus mehr über die Hintergründe der Auswanderung wissen möchte, über die damalige wirtschaftspolitische Lage in der Türkei, über die Interessenlage bei den Ruhrzechen und ihre Anwerbegründe, über die Begleitung durch Lehrherren, Gewerkschaften und die REVAG (Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung) und andere Rahmenbedingungen, der wird hier fündig. Auch über das „Modell Pestalozzidorf“, Geschichte, Hintergründe, Aufgaben und Ziele, erfährt man hier mehr. Zwei Pestalozzielternteile werden vorgestellt und sie berichten über ihre Beweggründe, Aufgaben, Sorgen und Erfahrungen mit den „Türkischen Jungen“, die ihnen schließlich ans Herz gewachsen sind und mit denen sie bis heute Kontakt halten.

Im Nachklang wird das Thema „Biografiearbeit und Senioren“ erörtert und die Rolle, die der Verein für Internationale Freundschaften in diesem Zusammenhang einnimmt, bzw. wie der ViF zu diesem Projekt  kam.

Im Anhang findet sich eine fast vollständige Liste der damals 76 Jungen, die im selben Zug aus Istanbul vom Sirkeci Bahnhof abreisten und schließlich nach Dortmund, Castrop und Datteln kamen.

Zum Inhalt

 

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Über vifdo | Verein für Internationale Freundschaften

ViF, Verein für Internationale Freundschaften, ist eine Initiative von Migranten und Migrantinnen aus verschiedensten Ländern und seit 1988 in der Dortmunder Nordstadt aktiv. Seit 1993 entfalten die Mitglieder und Besucher unabhängig, selbständig und selbstbestimmt diverse Aktivitäten in der Internationalen Senioren Begegnungsstätte Flurstraße 70. Dort kann man gemeinsam mit anderen frühstücken, kochen, Spiele spielen, nähen, stricken, lesen, aber auch Vorträge anhören, feiern und vor allem zweimal wöchentlich die Glieder recken und strecken bei unserem Gymnastikkurs.. 20012 erhielt ViF für seine einmalige Tätigkeit den Integrationspreis der Stadt Dortmund. ViF ist offen für neue Freundschaften und Aktivitäten mit und für Senioren und Seniorinnen! Kommen Sie vorbei Flurstraße 70.

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